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Ihr Umstieg auf S/4HANA:

Mehr als ein Upgrade
Ihres ERP-Systems

 

Umstieg auf S/4HANA – Wie und Warum?

Wie kann ein erfolgreicher Umstieg auf SAP S/4HANA durchgeführt werden? Welche Möglichkeiten und Werkzeuge sind vorhanden, damit frühzeitig mit der Analyse der aktuellen Systeme gestartet werden kann? Ende 2025 läuft der Support für die derzeitigen SAP ERP-Systeme ab, doch ist das der einzige oder wichtigste Grund für einen Umstieg?

S/4HANA ist mehr als nur ein Upgrade eines bestehenden ERP-Systems. Es ist vielmehr ein Neuanfang, um zukünftig agil mit neuen Anforderungen, nicht nur getrieben aus den Fachbereichen, umzugehen. Und es eröffnet Unternehmen neue Perspektiven, die man bislang eigentlich nur aus dem Kino kannte.

Was denkt ein Kunde über ein Unternehmen, was findet er gut, was weniger? Wie können Millionen von Beiträgen aus Social Media-Plattformen ausgewertet und anschließend in Marketingaktionen umgewandelt werden? Wie schnell kann ein Unternehmen auf Engpässe in der Logistik reagieren? Wie sind die aktuellen Zahlen eines Unternehmens? Warum muss im digitalen Zeitalter immer noch auf die Fertigstellung des Nachtjobs gewartet werden, um die Zahlen des Vortages analysieren zu können? Wieso benötigt man ein zusätzliches Analysesystem, um Daten zu aggregieren und auszuwerten?

All diese Fragestellungen können in folgende Anforderungen an IT Systeme übergeleitet werden und bilden den Kern für das S/4HANA System:

Abbildung: Anforderungen an IT-Systeme

Real-time

Sowohl das Aufbereiten von Massendaten als auch das Erstellen von Abfragen auf Basis verschiedenster Kriterien ist in den heutigen IT Landschaften sehr zeit- und performanceintensiv. Der Grund hierfür liegt darin, dass es sich bei diesen Systemen um transaktionale Systeme handelt. Damit Konsistenz und Richtigkeit sichergestellt werden können, bedingt beispielsweise das Speichern eines Kundenauftragsbelegs mehrere Tabelleneinträge. Welche Möglichkeiten gibt es unter diesen Bedingungen, um Massendaten in diesen Systemen zu analysieren und daraufhin Entscheidungen zu treffen?

  • Zusätzlich zu den Standardtabellen, in welchen die Daten für Kundenaufträge abgelegt werden, werden parallel Aggregationstabellen befüllt. Performante Analysen sind so zwar möglich, allerdings nur auf Kosten redundanter Datenhaltung.
  • Auch das Aufsetzen eines Data Warehouse-Systems ist bei den meisten Unternehmen bis heute die Regel. Diverse Daten werden aus einem transaktionalen System in ein Data Warehouse System geladen (zum Teil über Nacht, damit das Quellsystem nicht zu stark beansprucht wird), um performante Analysen durchzuführen.

Obwohl beide Lösungsansätze funktionieren, entsprechen beide Vorgehen weder einer Echtzeitauswertung noch einem sauberen Datenmodell.

Flexibility

Kaum ein Wort wird so häufig in Meetings oder Diskussionen erwähnt wie „agil“, wenn es darum geht, Anforderungen schnell und ohne großen Testaufwand umzusetzen. Wie aber können Unternehmen, deren Systeme mit zahlreichen kundenindividuellen Erweiterungen und Modifikationen angepasst wurden, dennoch agil und innovativ arbeiten, wenn alleine schon das Einspielen eines Support Packages bereits einen kompletten Integrationstest erfordert? Bedingt durch zusätzliche komplexe Datenmodelle innerhalb der Systeme sowie zahlreiche individuelle Schnittstellen lassen sich Innovationen und Anforderungen nur schwer und zeitintensiv umsetzen. Benötigt werden einfache Datenmodelle, Standardschnittstellen sowie neue Plattformen (bspw. Cloud), mit denen Unternehmen einfach und flexibel arbeiten können und mit denen zusätzlich neue Perspektiven wie Internet of Things, Blockchain oder Machine Learning ermöglicht werden.

Usability

Einfache, selbsterklärende Oberflächen ohne großen Schulungsaufwand oder Einarbeitungszeiten, die auf den Anwender bzgl. seiner Rolle zugeschnitten sind, verschiedene Eingabemöglichkeiten wie beispielsweise Spracherkennung sowie die vollständige Entkopplung von Oberfläche und Logik. All diese wichtigen Eigenschaften finden sich in den heutigen Systemen kaum wieder. Transaktionen sind überladen mit Funktionen und Informationen und überfordern den Anwender, der eigentlich nur einen Bruchteil davon benötigt. Anwender müssen von Anfang an in den Prozess der Oberflächenentwicklung eingebunden werden, damit Zusammenhänge erkannt, Ideen entwickelt und ein Prototyp erstellt werden kann (Design Thinking). Doch nicht nur die Komplexität erschwert den Anwendern ihre tägliche Arbeit. Ohne zusätzliche Entwicklung ist das Ausführen solcher Transaktionen auf unterschiedlichen Endgeräten kaum möglich.

Das folgende Schaubild spiegelt die Kernelemente wider, die bei der zukünftigen Entwicklung von Oberflächen zu berücksichtigen sind:

Abbildung: Usability

Big Data

Daten sind Rohöl. Nie zuvor wurden mehr Massendaten von Unternehmen aus sozialen Plattformen, Geschäftsanwendungen oder dem Internet of Things verarbeitet und analysiert. Die Herausforderung besteht hierbei nicht nur in der Analyse von Daten, die in unstrukturierter Form vorliegen oder in komplexen mathematischen und statistischen Analysen. Wie sieht es mit der Performance aus, wenn es darum geht, Massendaten zu analysieren? Können Unternehmen mehrere Stunden warten bis ein Analyseergebnis fertiggestellt ist? Wie können solche Daten verarbeitet werden? Welche Funktionen stehen hierbei zur Verfügung? Es müssen neue Methoden wie „Text Mining“ zur Verfügung gestellt werden und es muss eine Technologie geschaffen werden, mit der Massendaten ohne größere Laufzeiten analysiert werden können.

Das folgende Schaubild verdeutlicht, wie sich die aufgeführten Anforderungen an moderne IT Systeme auf S/4HANA übertragen lassen und somit die Bestandteile eines S/4HANA Systems bilden.

Abbildung: Bestandteile S/4HANA

Die Vorteile, die sich durch ein S/4HANA System ergeben, sind unumstritten. Doch was nun? Kann das bestehende System einfach so ausgetauscht bzw. konvertiert werden? Mit welchem Schritt muss begonnen werden? Auf was müssen Unternehmen achten, wenn sie diesen Weg eingehen? Über welchen Zeitraum hinweg kann ein Wechsel durchgeführt werden? Mit welchen Aufwänden muss gerechnet werden? Welche Prozesse ändern sich? Je intensiver sich Unternehmen mit dem Thema S/4HANA beschäftigten, desto größer wird die Anzahl der offenen Punkte und Fragestellungen.

consenso unterstützt Unternehmen als Partner, um gemeinsam den Wechsel auf ein S/4HANA System von Anfang an zu planen und durchzuführen. Ein erfolgreicher Wechsel kann nur vollzogen werden, wenn die Ausgangssituation detailliert analysiert wird und die daraus resultierenden nächsten Schritte festgelegt werden. Um für jedes Unternehmen den optimalen Zeitpunkt sowie den richtigen Weg festzulegen, hat consenso ein Vorgehen entwickelt, in welchem folgende Bereiche abgedeckt und anschließend als Ergebnistypen zur Verfügung gestellt werden.

Abbildung: consenso Vorgehen Evaluierung S/4HANA

Mit diesem Vorgehen werden alle Bereiche des Systems im Detail analysiert und notwendige Anpassungen festgelegt, die vor einer Umstellung auf S/4HANA umgesetzt werden müssen. Auch die Zurverfügungstellung der benötigten Systeme für die Evaluierung versteht sich als Teil der consenso Gesamtdienstleistung.

Unicode

Unicode ist ein internationaler Standard, der für jedes Textelement einen digitalen Code festlegt. Durch den Einsatz von Unicode werden Probleme vermieden, die aufgrund unterschiedlicher Sprachen bei internationalen Geschäften entstehen. SAP Netweaver 7.50 und höher werden nur noch mit Unicode unterstützt. Somit kann weder ein Upgrade von Nicht-Unicode Systemen auf ein höheres Release noch eine Umstellung auf ein S/4HANA System ohne eine vorherige Unicode-Konvertierung durchgeführt werden.

consenso Readiness Check

Welche Auswirkungen hat eine Einführung von S/4HANA auf das bestehende System? Welches Coding muss evtl. angepasst werden? Welche SAP Fiori Oberflächen können genutzt werden? Mit dem consenso Readiness Check erhalten Unternehmen erste Informationen über den aktuellen Stand des Systems und damit über die Ausgangssituation. Hierbei können bereits erste Arbeitspakete identifiziert werden, die bei einer Umstellung auf S/4HANA zu erwarten sind.

Abbildung: consenso Readiness Check

Der consenso Readiness Check bereitet die Informationen grafisch auf und beinhaltet detaillierte Aussagen bzgl. der Auswirkungen bei der Einführung von S/4HANA auf folgende Bereiche:

Abbildung: Auswirkungen - Einführung S/4HANA

Sie möchten Ihre bestehende SAP ERP-Systemlandschaft auf S/4HANA Readiness hin überprüfen lassen? Gern führen wir den Check für Sie durch. Erste Antworten erhalten Sie schnell und effizient schon mit Phase 1 - kostenlos!

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Simplification Item Check

Was sind die Neuerungen? Welche Transaktionen ändern sich? Welche Funktionen sind hinzugekommen bzw. welche sind nicht mehr vorhanden? Alle Änderungen, die unter S/4HANA zu erwarten sind, werden in der Simplification List beschrieben und müssen vor einer S/4HANA Einführung beachtet werden. Mit dem Simplification Item Check hat die SAP ein Analysewerkzeug zur Verfügung gestellt, in welchem jeder einzelne Punkt aus der Simplification List bezogen auf das aktuelle System geprüft und als SAP Hinweis zur Verfügung gestellt wird.

Abbildung: Simplification Item Check

Das Ergebnis beinhaltet eine Liste aller betroffenen Objekte. Ohne eine komplette Bereinigung der betroffenen Objekte kann ein Wechsel auf S/4HANA aus dem SUM (Software Update Manager) heraus nicht durchgeführt werden.

Abbildung: Simplification Item Check

Data Management

Für viele Unternehmen stellt sich die Frage der Datenarchivierung nicht, da Daten enorm wichtig für Analysen sind. Doch betrifft das tatsächlich alle Daten, die in einem System vorhanden sind? Sind alle Daten für ein Unternehmen relevant? SAP S/4HANA hält Daten im Hauptspeicher, somit können ungenutzte Daten zu einem hohen Kostenfaktor werden und zudem zu einer schlechten Performance führen. Es reicht nicht aus, Datenquellen zu identifizieren, vielmehr müssen Strategien zur Verwaltung und Steuerung festgelegt werden. Bei der Umstellung auf S/4HANA ist die Identifizierung und Reduzierung nicht relevanter Daten ein wichtiger Aspekt. Mit Hilfe des Data Volume Management im SAP Solution Manager werden Maßnahmen zur Datenreduzierung identifiziert, wodurch der Umstellungsprozess auf S/4HANA beschleunigt wird und Speicherkosten gesenkt werden können.

Custom Code Management

Es gibt kaum ein Unternehmen, welches im Laufe der Jahre seine aktuellen SAP Lösungen nicht durch Kundenentwicklungen erweitert und angepasst hat. Bei einer Umstellung auf S/4HANA muss das Kundencoding analysiert und evtl. modifiziert werden, da bestimmte Funktionen und Objekte nicht mehr zur Verfügung stehen oder die Entwicklung nicht mit den Richtlinien einer HANA Datenbank konform und somit nicht mehr lauffähig oder performant ist. Darüber hinaus bietet es sich bei einer Umstellung auf S/4HANA an, nicht genutzten Code zu identifizieren und zu entfernen. Folgende Vorgehen und Werkzeuge werden im Rahmen einer Evaluierung betrachtet.

 

Abbildung: Custom Code Management

Die Umstellung auf SAP S/4HANA ist sicher ein Projekt von nicht zu unterschätzendem Aufwand. Aber sie ist notwendig. Und den Beginn der Aktivitäten zu verzögern, ist sicher nicht zielführend. Die Evaluierung der aktuellen Systeme im Hinblick auf ihre S/4HANA-Fähigkeit und die Identifikation und Planung der daraus resultierenden Arbeitspakete sind ein erster Schritt zur Umstellung, bei dem consenso Ihnen gern partnerschaftlich zur Seite steht.

 

Aus unserem Themenblock Digitale Transformation
Rubriken: Digitalisierung | S/4HANA | Transformation | consenso Readiness Check